Wie die Wasserratte schon 1908 zum Maulwurf sagte: "Glaub mir, mein junger Freund, es gibt nichts, absolut gar nichts auf der ganzen Welt, das auch nur halb so viel wert wäre, wie einfach mit Booten herumzubummeln … Ob du dich davonmachst oder ob du es bleiben lässt; ob du dein Ziel erreichst oder ob du ganz woanders ankommst oder niemals irgendwo, beschäftigt bist du immer und etwas Besonderes tust du nie."


Aus "Der Wind in den Weiden", von Kenneth Grahame.


As the Water Rat said to the Mole already in 1908, "Believe me, my young friend, there is nothing – absolutely nothing – half so much worth doing as simply messing about in boats …Whether you get away, or whether you don't; whether you arrive at your destination or whether you reach somewhere else, or whether you never get anywhere at all, you're always busy, and you never do anything in particular."


From "The Wind in the Willows," by Kenneth Grahame.


Samstag, 2. Juni 2018

Seine Amont 5

Valvins – Saint Mammès; 9 km, 1 lock, 1 engine hour.
Unsere letzte Etappe auf der Seine führt von Valvins nach Saint Mammès.

This stretch takes us from Valvins to Saint-Mammès on the Seine.
Etwa auf halber Strecke müssen wir durch die Écluse Champagne, wo uns das erste Mal, seit wir in Frankreich sind, eine Schleusenwärterin beim Festmachen behilflich ist. Hier sieht man sie oben auf der Mauer, wo sie darauf wartet, dass ihr die Leute im Boot vor uns das Seil zuwerfen.

In the invitingly named Champagne Lock we tossed our ropes up to the keeper and she placed them around the bollards, a courtesy we haven't enjoyed in quite a while.
Wenn man so entspannt durch eine Schleuse kommt, kann man schon eine gute Figur machen.

Aila looking like la Seine herself....

Dann kommen wir nach Saint Mammès, wo es einen Port de Plaisance gibt. Wir hatten vor ein paar Tagen bereits gerüchteweise gehört, dass dieser Hafen zur Zeit nicht benützbar ist: beim Hochwasser von 2016 sei flussaufwärts ein Wehr gebrochen und der ganze Hafen weggeschwemmt worden. Jetzt, zwei Jahre später, sind die Pontons wieder an Ort und Stelle, und sehen von Weitem auch ganz gut aus. Bei näherem Hinsehen sehen wir aber, dass sie mit einem Seil abgesperrt sind. Ungut, denn eigentlich hatten wir geplant, Plan B hier für eine Woche zu parkieren, um einen Besuch in Zürich zu machen.

Our destination was Saint Mammès, the second-busiest barge port on the Seine. We had heard that the weir had broken upstream from here in 2016 and the resultant surge of water had swept away the pleasure boat moorings. But that was back in 2016. We'd also seen a sign in our Paris marina that the little harbor around the corner from Saint Mammès, Moret sur Loing, was back in normal service so no problem in Saint Mammès, right?
Später finden wir weitere Hinweise auf den Wehrbruch von 2016. Damals stieg das Wasser innerhalb kürzester Zeit um sechs Meter. Viele Boote wurden von den Fluten an Land geworfen, und manche liegen da noch immer.

En route, we saw some effects of the high water of 2016, namely a few boats sitting remarkably far from the shore. Hmmm.

An dieser Wasserstandsanzeige kann man sehen, dass das Hochwasser von 2016 eines der höchsten jemals gemessenen war.

2016's high water was one of the biggies.
Zum Glück ist bei unserer Ankunft in Saint Mammès Hafenmeisterin Lauretta zur Stelle. Sie erlaubt uns, am Steg für die grossen Hotelboote festzumachen, was allerdings nicht ganz einfach ist. Es gibt nur einen Ring am Anfang des Stegs und eine Klampe in der Mitte. Weil am Ende des Stegs bereits ein grosses Boot liegt, müssen wir uns in eine kleine Lücke zwängen, wo ein Armierungseisen von der Passerelle drohend über unserem Bug hängt. Zudem ist der Wellengang von den vorbeifahrenden Frachtern beträchtlich. Um nicht in das Eisenteil zu donnern bzw. in das hinter uns liegende Schiff, müssen wir genau an Ort uns Stelle bleiben, und dennoch den Leinen genügend Spiel geben, damit wir nicht gegen den Steg gedrückt werden.

Well, as so often happens on the water, surprises awaited us in Saint Mammès. We had thought we could leave the boat here for a week in order to jump to Zürich but that wasn't on. The marina's floating fingers were still out of service. The harbor master (mistress?) Lauretta allowed us to tie up to the fixed pier used by the big hotel boats. This, by the way, turned out to be one of the most challenging places we've ever moored: a strong current (3km/h), unfavorably placed projections along the edge of the pier that threatened our hull. Tricky, tricky. But we love tying up and finally managed to fashion a safe tie-up. We still bounced in the wash of the barges but the boat was stable and safe. Ok for a couple of nights while we rethought our plans.

Schliesslich ist es geschafft, und wir können stolz sein. Zum Glück haben wir in den Niederlanden viel über das Legen von Springleinen gelernt.

Our secret tie-up sauce? Spring lines (the great rope attachment technique that we learned in the Netherlands) + big ball fenders! 

Endlich kriegt Neira ihr Bauchbad, eines der letzten in der Seine.

Neira chills out one more time in the Seine.
Blick von der Fussgängerbrücke auf den Canal de Loing. Wir hoffen, in Moret sur Loing einen für unsere Reisepläne geeigneten Hafenplatz zu finden ...

Looking out from the footbridge at the junction over the Loing Canal. We hope to find a place at Moret sur Loing for our travel plans....
Als wir zurück kommen, haben wir einen neuen Nachbarn bekommen, nämlich das Flusskreuzschiff Swiss Ruby, mit dem wir in Rouen den Winter verbracht haben! Eine kleine Welt, die grosse Seine.

And when returned to Plan B we saw we's been joined by none other than the Swiss Ruby, a hotel ship that had overwintered with us in Rouen! Small world, la Seine.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen