Wie die Wasserratte schon 1908 zum Maulwurf sagte: "Glaub mir, mein junger Freund, es gibt nichts, absolut gar nichts auf der ganzen Welt, das auch nur halb so viel wert wäre, wie einfach mit Booten herumzubummeln … Ob du dich davonmachst oder ob du es bleiben lässt; ob du dein Ziel erreichst oder ob du ganz woanders ankommst oder niemals irgendwo, beschäftigt bist du immer und etwas Besonderes tust du nie."


Aus "Der Wind in den Weiden", von Kenneth Grahame.


As the Water Rat said to the Mole already in 1908, "Believe me, my young friend, there is nothing – absolutely nothing – half so much worth doing as simply messing about in boats …Whether you get away, or whether you don't; whether you arrive at your destination or whether you reach somewhere else, or whether you never get anywhere at all, you're always busy, and you never do anything in particular."


From "The Wind in the Willows," by Kenneth Grahame.


Montag, 7. August 2017

Ieper, IJzer, Ieperlee

Nieuwpoort  Yper; 40 km, 1 lock, 6.2 engine hours.
Wir kurven immer noch in der westlichen Ecke Belgiens herum. Zur Zeit befinden wir uns in Ypern. Während dem Ersten Weltkrieg bekämpften sich hier die ach-so-zivilisierten westlichen Nationalstaaten bis aufs Blut. Ypern lag direkt an der Front. Heute geht es im Städchen touristisch zu und her.

Our trim sensor trial has us on a circular route, keeping Nieuwpoort nearby in case the problem returns. Due to low water, Ypres was unreachable in June. Now we take the chance to go there.  
Auf der Yser von Nieuwpoort nach Diksmuide. Links und rechts grüne Weiden mit muhenden Kühe, dazwischen Kriegsfriedhöfe.

Sleepy waters heading towards Ypres from Diksmuide. The route is a dead end.
Bevor die Yser nicht mehr schiffbar ist, biegt man in den kleinen Ieperleekanal in Richtung Ypern ein; von da an gehts wunderschön durch dichte Vegetation. Den Ieperleekanal gibt es schon seit gut 800 Jahren. Zwei Schleusen überwinden die landschaftlichen Höhenunterschiede. Bevor die gebaut wurden, überwanden die Schiffer den Anstieg des Landes über hölzerne Hellinge. Sie wurden mit Fett eingeschmiert und die Schiffe per Seilwinden über die Hellinge nach oben gezogen.

The Ieperlee canal to Ypres is 800 years old. Before locks, loaded boats were dragged(!) by man and beast up and down greased chutes. We pass through two locks.
Die Boezinge Sas Schleuse aus dem 17. Jahrhundert. Auch wenn es nicht so aussieht: es gibt genug Platz, um trocken durch zu kommen.

We did get our tires cleaned by those gushers on the right side of the lock. 
Die beiden Boezinge-Schleusen sind tiefer, als wir es uns bisher gewöhnt sind. Der Schleusenwärter hohlt an einem Haken unsere Leinen hoch und macht sie fest. In der ersten Schleuse ist unsere Heckleine zu kurz...

These locks are deeper than we're used to. We had to break out a longer line for the second one.
Dreieinhalb Meter weiter oben, kann man mit dem netten Schleusenwärter ein Schwätzchen halten.

The lock keeper and I enjoy a moment.
Motivierte Kajaker liefern uns ein Rennen.

These guys really came after us, full power. Thanks, Volvo Penta!
Ypern ist eine Sackgasse, an deren Ende der Passantenhafen liegt. Der Ieperleekanal wurde erst 2009 wieder fahrbar gemacht. Beim Ausbaggern fand man eine Unmenge Bomben, Granaten und anderer Munition.

The Ieperlee canal was reopened in 2009 after I don't know how many years. It passes an industrial zone and ends -- plop -- nowhere in particular.
Die unmittelbare Umgebung des Hafens ist nicht sehr charmant, aber das Stadtzentrum ist in fünf Minuten zu Fuss erreichbar. Natürlich lag Ypern nach dem Ersten Weltkrieg in Schutt und Asche. Danach baute man die mittelalterliche Stadt Stein für Stein wieder auf, genau so, wie sie vor dem Krieg war.

But five minutes away from our mooring lies a remarkable recreation of medieval Ypres, before it was utterly destroyed, annually, in the course of WW1.
Proficiat, etwa 10 Meter!

A fit-looking 10m Proficiat.

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