Wie die Wasserratte schon 1908 zum Maulwurf sagte: "Glaub mir, mein junger Freund, es gibt nichts, absolut gar nichts auf der ganzen Welt, das auch nur halb so viel wert wäre, wie einfach mit Booten herumzubummeln … Ob du dich davonmachst oder ob du es bleiben lässt; ob du dein Ziel erreichst oder ob du ganz woanders ankommst oder niemals irgendwo, beschäftigt bist du immer und etwas Besonderes tust du nie."


Aus "Der Wind in den Weiden", von Kenneth Grahame.


As the Water Rat said to the Mole already in 1908, "Believe me, my young friend, there is nothing – absolutely nothing – half so much worth doing as simply messing about in boats …Whether you get away, or whether you don't; whether you arrive at your destination or whether you reach somewhere else, or whether you never get anywhere at all, you're always busy, and you never do anything in particular."


From "The Wind in the Willows," by Kenneth Grahame.


Freitag, 30. Juni 2017

An der Peripherie
Hanging tight through the solstice

Plan B liegt noch immer im Hafen Westhoek. Leider so weit vom Hafengebäude entfernt, dass von Wifi-Empfang keine Rede sein kann. Bei guter Sicht sehen wir in der Ferne Nieuwpoort, ansonsten ist die Umgebung ländlich. Zumindest gibt es einen weiteren grossen Hafen mit einem Restaurant in der Nähe.

One of those odd moorings, our present one, Westhoek, between - well - everything and nothing on the rim of Nieuwpoort, which is rather a void anyway. Why here? Boat life. Various bits of bidness needed tending to (waiting for post, another trim sensor replacement (after 50 hours!), plus the dessicated state of  the waterways in Flanders generally, made a longer-than-planned stay here necessary. 
Zum Einkaufen wandern wir in eine vergessene Ecke von Nieuwpoort. Dort gibt es eine der besten Bäckereien, die wir bisher ausserhalb der Schweiz gefunden haben. Sowie als einzigen weiteren Laden einen vernachlässigten Carrefour.

Our edge of dusty Nieuwpoort rim does include the very best bakery we've encounter ex-Helvetia. Other shops grim. And it also has a significant WW1 story.  
Die Wanderung ist interessant. Wir überqueren dabei mehrere Zehen des Gänsefusses, so heisst der Schleusenkomplex in alt-Nieuwpoort: Ganzepoot.

Up the way from our mooring there's a hub of locks and spillways, the Goose Foot, connecting to the North Sea(!).
1914 wurde eine der Zehen des Gänsefusses geöffnet, der Fluss Yser geflutet, und so der Durchmarsch der kaiserlich-deutschen Truppen gestoppt. Danach verlief der Yser entlang die berüchtigte Westfront, an der über ein paar Metern Erde Millionen von Soldaten verwundet oder getötet wurden.

One of the Goose Foot's locks, the Veurne, was held open in 1914 as the Belgians flooded the lands between the Yser and a railroad, some 18 km away. This blocked the advance of German troops and created a killing field, the Western Front, where millions of soldiers would fall. Ypers is just down the road. From 1914 to 1918 there were four Battles of Ypres. Nobody learned a thing. 
An der Mündung der Yser erinnert ein Denkmal für König Albert an dessen entschiedene Weigerung, die Deutschen ungehindert durch Belgien marschieren zu lassen, und statt dessen das belgische Territorium zu verteidigen. Es gibt zwischen Nieuwpoort und Namur eine ganze Reihe solcher Denkmale. Sie kennzeichnen den Verlauf der Front, an der die deutsche Invasion zum Stehen kam.

At the mouth of the canals, a vast King Albert monument. 
Unweit des Albert-Denkmals steht ein weiteres, dem Ersten Weltkrieg gewidmetes Monument.

Nearby, another large monument, also placed for max drama at the mouth of the Goose Foot. 


Zurück in die Gegenwart: Plan B kommt für ein paar Stunden an die frische Luft, um einen defekten Trimsensor zu ersetzen.

Trim sensor: a good example of why mechanics are called Elektromechaniker in German. It's half fine clockwork and half data processor.
Untersuchung des besagten Objekts.

Tricky to install for one person, it happend in a minute when the scond guy appeared. Covered by Volvo Penta. Inconvient but now, I think, it's fixed for good.
Inzwischen sind wir zurück an unserem Platz. Da es immer noch nicht regnet, ist der Wasserstand gleichbleibend tief. In ein paar Tagen machen wir uns auf in Richtung Brügge, um dort einen Frachtkahn zu erwischen, mit dem wir durch die kleine Brügger Schleuse schlüpfen können. Dann hoffen wir, auf dichter befahrere und besser bewässerte Kanäle zu gelangen.

So here we are for a few more days, when we will join the pilgrams to the east, in search of freely navigable waters.

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