Wie die Wasserratte schon 1908 zum Maulwurf sagte: "Glaub mir, mein junger Freund, es gibt nichts, absolut gar nichts auf der ganzen Welt, das auch nur halb so viel wert wäre, wie einfach mit Booten herumzubummeln … Ob du dich davonmachst oder ob du es bleiben lässt; ob du dein Ziel erreichst oder ob du ganz woanders ankommst oder niemals irgendwo, beschäftigt bist du immer und etwas Besonderes tust du nie."


Aus "Der Wind in den Weiden", von Kenneth Grahame.


As the Water Rat said to the Mole already in 1908, "Believe me, my young friend, there is nothing – absolutely nothing – half so much worth doing as simply messing about in boats …Whether you get away, or whether you don't; whether you arrive at your destination or whether you reach somewhere else, or whether you never get anywhere at all, you're always busy, and you never do anything in particular."


From "The Wind in the Willows," by Kenneth Grahame.


Sonntag, 7. Februar 2016

Die Antike Lebt – A wie Achilles

Achilles ist ein beinahe unverwundbarer Held. Zu verdanken hat er das seiner Mutter Thetis, die ihn als Baby in den Unterweltsfluss Styx taucht und damit unverwundbar macht. Fast zumindest, denn Thetis hält den kleinen Achilles bei der Taucherei an der Ferse fest, die daher vom Wasser des Styx unberührt und ergo verwundbar bleibt. Dort wird er denn während dem Trojanischen Krieg auch prompt von einem Pfeil getroffen, an dessen Wunde er in der Folge stirbt.

Natürlich ist Achilles nicht irgendein dahergelaufener Kerl, der sich im Kampf um Troja besonders hervortut und daher in die Geschichte eingeht. Seine Mutter Thetis ist eine Meeresnymphe, sein Vater ist Peleus, einer der Argonauten und König von Phthia. Die Hochzeit dieser beiden ist paradoxerweise der Auslöser des Trojanischen Krieges, in dem Achilles später fallen wird - mehr dazu lest ihr hier.
Eigentlich hätte Göttervater Zeus die schöne Thetis ja gerne selbst verführt. Doch laut einer Weissagung wird ihr Sohn grösser werden, als sein Vater, und darauf kann Zeus gern verzichten. Es gibt noch eine weitere Weissagung, die Achilles betrifft: Dass nämlich die Griechen den Trojanischen Krieg ohne seine Hilfe nicht gewinnen können. So zieht Achilles also mit ihnen in den Krieg. Was er dort vollbringt, würden wir heute Verbrechen gegen die Menschlichkeit nennen. In der antiken Welt jedoch wird Achilles als gottgleicher Held verehrt, als mutiger und edler Vertreter des idealen Kriegers.