Wie die Wasserratte schon 1908 zum Maulwurf sagte: "Glaub mir, mein junger Freund, es gibt nichts, absolut gar nichts auf der ganzen Welt, das auch nur halb so viel wert wäre, wie einfach mit Booten herumzubummeln … Ob du dich davonmachst oder ob du es bleiben lässt; ob du dein Ziel erreichst oder ob du ganz woanders ankommst oder niemals irgendwo, beschäftigt bist du immer und etwas Besonderes tust du nie."


Aus "Der Wind in den Weiden", von Kenneth Grahame.


As the Water Rat said to the Mole already in 1908, "Believe me, my young friend, there is nothing – absolutely nothing – half so much worth doing as simply messing about in boats …Whether you get away, or whether you don't; whether you arrive at your destination or whether you reach somewhere else, or whether you never get anywhere at all, you're always busy, and you never do anything in particular."


From "The Wind in the Willows," by Kenneth Grahame.


Freitag, 17. November 2017

Die Antike Lebt – P wie Pegasus

Pegasus war der Nachwuchs des Meeresgottes Poseidon und der Gorgone Medusa. Um seine Entstehung zu verstehen, muss man etwas weiter ausholen. Denn seine Mutter Medusa, ursprünglich eine betörende Schönheit, wurde von Pallas Athene in eine Schreckensgestalt verwandelt, nachdem sie von der Göttin beim Liebesspiel mit Poseidon in einem ihrer Tempel überrascht worden war. (Laut einigen Meldungen soll Poseidon Medusa zwar zum Sex gezwungen haben; trotzdem wurde natürlich nicht er dafür bestraft, sondern sie). Nach ihrer Verwandlung sah Medusa so schrecklich aus – mit Schlangenhaaren, Schweinshauern, glühenden Augen und heraushängender Zunge – dass jeder Mann bei ihrem Anblick sofort zu Stein erstarrte. So eine Frau konnte unmöglich am Leben gelassen werden. Zu ihrer Exekution wurden viele Helden entsandt, von denen schliesslich Perseus mit Hilfe der Götter die Tat erfolgreich ausführte. Im Augenblick von Medusas Tod wurde der Pegasus geboren. Die Berichte dazu gehen auseinander; die einen meinen, er sei bei der Enthauptung aus ihrem Hals entsprungen, andere glauben, er sei dort entstanden, wo ihr Blut auf die Erde tropfte.
Pegasus hatte die Gestalt eines Pferdes, weil sein Vater Poseidon war, der Meeresgott. Ihm war das Pferd heilig; um ihn zu besänftigen und für eine erfolgreiche Seefahrt gnädig zu stimmen, warfen Seefahrer gerne Pferde ins Meer.
Pegasus war ein Helfer der Götter. In ihrem Auftrag trug er den Helden Bellerophon, einen weiteren Frauenschlächter, in seinem Kampf gegen die Chimära und die Amazonen. Als Bellerophon aber auf Pegasus zum Berg Olymp fliegen wollte, der Heimstätte der Götter, warf ihn das geflügelte Pferd ab.
Göttervater Zeus verwandelte Pegasus in ein Sternbild und versetzte ihn an den Himmel, was als Auszeichnung zu verstehen ist.

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