Wie die Wasserratte schon 1908 zum Maulwurf sagte: "Glaub mir, mein junger Freund, es gibt nichts, absolut gar nichts auf der ganzen Welt, das auch nur halb so viel wert wäre, wie einfach mit Booten herumzubummeln … Ob du dich davonmachst oder ob du es bleiben lässt; ob du dein Ziel erreichst oder ob du ganz woanders ankommst oder niemals irgendwo, beschäftigt bist du immer und etwas Besonderes tust du nie."


Aus "Der Wind in den Weiden", von Kenneth Grahame.


As the Water Rat said to the Mole already in 1908, "Believe me, my young friend, there is nothing – absolutely nothing – half so much worth doing as simply messing about in boats …Whether you get away, or whether you don't; whether you arrive at your destination or whether you reach somewhere else, or whether you never get anywhere at all, you're always busy, and you never do anything in particular."


From "The Wind in the Willows," by Kenneth Grahame.


Freitag, 18. März 2016

Instapix

Mit meiner Schäfchenjacke  auf der Suche nach mehr zu verarbeitendem Material.

The Big Sheep sweater confronts its origins while Aila gets more sock wool. Yay!
Friedhof des schlechten Geschmacks.

Dutch taste can quickly veer to kitsch. Here is where some of it came to die.


Flachdach-Bäume.

Yes, these branches have been transformed into flat, shade-throwing planes. Dutch tree treatments astound.
Dieser Kirchturm in Bergen op Zoom ist mit zwei Uhren ausgestattet. Eine zeigt die Zeit, die andere die Gezeiten.

Useful clock, with moon phase and tides.

Der Öffentliche Verkehr verbindet nicht nur Punkt A mit Punkt B, sondern auch Kulturen.

An Orthodox man buys a train ticket while a fully covered Muslim woman waits her turn.



Der Abfall hinter dieser pittoresk bemoosten Sitzbank ist uns erst auf dem Foto aufgefallen. Jä nu.

Sure signs of spring: greening moss and old trash.
Auf der Kirmes im Hafen von Tholen flitzen leicht bekleidete Tirolerinnen durch verschneite Lüfte.

A little festa this weekend in Tholen. The theme of this ride: Tirol, sort of.

Montag, 14. März 2016

Sonntag, 13. März 2016

Instapix

Noch einmal ein Bild vom Blauen Mann.
Ein Baumhaus - Betreten auf eigene Gefahr.

Dies sind die letzten Fotos von Pippo ... morgens vor der Bäckerei.

Best friends.
Die beiden waren wirklich dicke Freunde. Bislang scheint Neira den Kleinen allerdings nicht allzu sehr zu vermissen. Wir bemerken jedenfalls keine diesbezüglichen Anzeichen.


Yorkietransport.

Yorkie to go.

"I guess you'd say, What can make me feel this way?"__Smokey Robinson
Roy hat von seiner Zürichreise einen Zopf mitgebracht. :-)

Hand-carried contraband: a Zürich Zopf.
Bildschirmfoto beim Face-Timen: Roys virtuelle Tour durch Elisabeths neue Wohnung führt mich auch ins Badezimmer.

Screenshot from a FaceTime tour of Elisabeth's apartment lands Aila in the toilet : )))
Sammelsurium wartet auf Einsatz als Gartendekoration.
A sign of the times ... in the 70s?
So sieht es aus, wenn Wasser spiegelglatt ist.
Ich habe den Winter über hart gearbeitet: meine Schäfchenjacke ist fertig!

Mistress of Needles, Knitter Aila made her amazing sweater coat and the rest this winter.
Zugegeben, schön sind sie noch nicht ...


Samstag, 12. März 2016

Frühlingsputzete
Spring cleaning begins in ernest

Derzeit wird im Hafen von Duivendijk gewerkelt und geputzt. Männiglich bereitet sich auf den Frühling vor. Dieser Herr hat in den letzten Tagen den Rumpf seines Bootes abgeschabt und ist dabei blau geworden.

More activity in the harbor. This guy was scraping a hull without a mask or a vacuum, and cheerful as hell about it. 


Nachdem wir im November einen schockierenden Blick in unseren Dieseltank getan hatten, fragten wir uns, wie es im Wassertank aussehen möge. Also beschlossen wir, mal reinzugucken.

We also got further down our check list, item: Clean water tank. We knew where the hatch was but we'd never looked in there before. 
Der Zugang zum Wassertank liegt unter einer soliden Stahlplatte in einer Luke, in der sich normalerweise unsere sanitären und medizinischen Siebensachen stauen.

First, big time, you have to dismantle the fitted puzzle that is our stored stuff. Then, open the hatch and take a look.
Ich habe mir in den letzten Tagen unter Schauern immer wieder ausgemalt, wie es da unten aussehen möge. Doch der Tank sieht gut aus; es gibt einige rostige Stellen. Ansonsten ist nichts Ekliges - kein Schlamm, keine Algen, auch keine Frösche oder sonstiges Getier.

Really not too bad, despite the impression the photo might make; especially compared to the diesel tank which looked like an acquarium with fluttering green fronds.
Nicht alle Übelkeitserreger sind von Auge sichtbar. Sicherheitshalber werden wir deshalb von nun an solches Zeug in unser Wasser schütten.

Standard stuff, but probably worth doing. The water tank is filled and emptied once a week or so, with many more cycles than the diesel tank. But still....plant life thriving in the fuel tank astounds me.
Roy füllt frisches Wasser ein.

Nice afternoon. Fresh but friendly.
Auf Wiedersehen!

Dienstag, 8. März 2016

Roy in Zürich

Roy war für ein paar Tage in Zürich um Freunde zu besuchen, einige geschäftliche Dinge zu erledigen, und um wieder einmal Schnee zu sehen.

Time to go to Zurich for a few days. See some folks, check the pulse of the pulsating Little Big City (as they once called it) on the Limmat and generally take a break from Tholen.
Zürich ist seit Jahren eine riesige Baustelle, vor um den Hauptbahnhof herum. Der wird zur Zeit von einem Sackbahnhof in einen Durchgangsbahnhof verwandelt, und Zürich wäre nicht Zürich, wenn man die Gelegenheit nicht ergreifen würde, wo immer möglich noch ein paar lukrative Shoppingmöglichkeiten reinzuquetschen. Läden entstehen jetzt sogar zwischen den Geleisen.

They're building everywhere behind the station, even between trackbeds.
Glücklicherweise gibt es Stellen, an denen seit Jahrhunderten nicht mehr gebaut wurde, wie hier am Grossmünster, dem Übergang zwischen Oberdorf und Niederdorf.

But the medieval core endures.
Dieter (ja, das ist der Fotograf von 'Dieters Gastbeitrag', unserem meistgesehenen Blogeintrag) macht den Stadtführer.

And speaking of the medieval, that looks like Dieter ;-D))
Natürlich ist Zürich nicht nur Shopping. Ein paar junge Leute haben noch Hoffnung.

Remove the borders, the sign says.
Der Schanzengraben bildete im Mittelalter einen Teil der Stadtbefestigung. Heute dümpeln hier ein paar Bötchen friedlich und grösstenteils unbenutzt vor sich hin.

The lovely Lake of Zurich is just a few meters from these moorings.
Auf dieser Baustelle entsteht ein Annex zum Kunsthaus. Der Bau ist aus verschiedenen Gründen umstritten. Erstens befinden sich hier einige jüdische Gräber, die ungestört bleiben müssen; zweitens wurde für den Neubau der langweiligste und unansehnlichste Entwurf gewählt; und drittens wird der Neubau die Kunstsammlung Bührle beherbergen, die wiederholt wegen Raubkunst und Kunstraub in die Medien gelangte.

The building site for the Kunsthaus expansion that will house the not uncontroversial Bührle Collection.
Im Flachland lag nicht wirklich viel Schnee. Das änderte sich, als Roy sich in Zürcher Oberland begab, um Lisa und Oswald zu besuchen. Die beiden leben mit Katzen, Papageien, Enten und Schafen in einem Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert.

And an overnight in alpine winter splendor, up in Zuri-Oberland at Lisa and Oswald's sheep farm.
In ihrer Küche verarbeiten sie hauptsächlich Eigenerzeugnisse. Roy kam mit verschiedenen Wünschen aus dem Zürcher Oberland zurück: 1. Handgestrickte Socken (sind bereits in Arbeit) und 2. Lisas Nusskuchen (Lisa, bitte schick mir doch das Rezept!).

Here, the two delightful "farmers" prepare a delicious dinner from their homegrown products.
Um nicht nächtens noch in die Stadt zurück fahren zu müssen, übernachtete Roy gleich vor Ort. Kater Hannibal leistete ihm dabei Gesellschaft. 

A watchful cat surveys his domain at dawn.
Der Blick am Morgen. Hier war übrigens nicht Photoshop am Werk, sondern ausschliesslich Roys kleine Kamera.

The next morning was soul-stirring.

Samstag, 5. März 2016

Goodbye Pippo

Vor zwei Tagen hat unser bezaubernder Pippo sein Leben verloren. Er war ein kleiner Hund mit einem grossen Herzen, überschäumender Lebensfreude, Energie, Neugier, Entdeckergeist, Interesse an der kleinsten Kleinigkeit. Er lebte ganz in der Gegenwart und genoss jede Sekunde seines Daseins, bis zur allerletzten.
Es geschah auf dem Nachmittagsspaziergang. Neira und ich voraus, Pippo an jedem Blättchen schnüffelnd hinter uns her. Wir gingen auf dem Gehweg einer ruhigen Strasse entlang, kein Verkehr weit und breit. Plötzlich schoss ein Huhn aus einer Einfahrt, ausgerechnet, Pippo genau vor die Nase. Natürlich gab es da kein Halten mehr. Die ganze Erziehung war vergessen, es gab da nur noch dieses Huhn, und es musste gejagt werden. Er rannte direkt in das Auto, das genau in diesem Moment kam. Das einzige weit und breit. Das Huhn blieb unverletzt.
Unser einziger Trost ist, dass es schnell ging. Ich trug seinen kleinen Körper zum Strassenrand, legte ihn unter einen Baum. Blut lief aus seiner Schnauze, er wedelte noch einmal kräftig mit dem Schwanz, und das war wohl der Moment, in dem das Leben ihn verliess. Wie lange ich bei ihm kniete, weiss ich nicht. Der Autofahrer kam zurück und war verzweifelt, eine Spaziergängerin versuchte, mich zu trösten. Ich schüttelte sie beide ab, ich wollte einfach alleine sein, um Abschied zu nehmen von unserem kleinen Piepsli.
Schliesslich wickelte ich ihn in meine Jacke und machte mich auf den Weg zum Tierarzt. Neira, braver Hund, folgte. Eine ältere Dame und ihre zwei Enkelkinder wollten helfen, die Spaziergängerin hatte sie über Pippos Unfall informiert. Sie brachten einen Schubkarren aus orangem Plastik, ein Spielzeug für Kinder. Da betteten wir Pippo hinein. Der Karren war so niedrig, dass nur der kleine Junge ihn schieben konnte. So ging es durch die Stadt, eine traurige, aber passende kleine Prozession für Pippo.
Die Lücke, die er hinterlässt, ist enorm. Er fehlt uns in jeder Minute des Tages, denn er füllte sie alle mit seiner Gegenwart. Wir vermissen sein weiches Fell, seine feuchte kleine Nase, seine lebhaften Augen, seine Ohren, die manchmal aufrecht standen und machmal nicht.
Wir werden wahrscheinlich wieder einen kleinen Hund haben, denn wir denken nach wie vor, dass Neira einen Spielkameraden braucht. Aber es wird niemals mehr ein Pippo sein.

Pippo lost his life two days ago. He was a little dog with a big heart just brimming over with joie de vivre, energy, curiosity and an explorer’s spirit, open to everything large and small, and at the same time utterly charming. He lived totally in the moment and enjoyed every second of his life until the very end.
I was away when it happened. Aila, Neira and Pippo were on the way home from their afternoon walk. Neira and Aila were ahead as Pippo lagged behind and inspected every leaf along the grassy strip between the sidewalk and the very quiet street, with no cars driving by at all, in either direction. Suddenly, a chicken shot out of a driveway right in front of Pippo’s nose. There was no stopping him. He forgot everything he’d learned. Only the chicken mattered and it had to be chased. He ran directly into the path of the lone car that had suddenly appeared. The chicken was unhurt.
We can only be glad that it went so quickly for him. Aila carried his little body to the side of the street and set him down beneath a tree. Blood ran from his mouth. He wagged his tail one last time and life ran out of him. Aila can’t say how long she sat with him. The driver noticed something was amiss and backed up, totally distraught. Then a passerby tried to console Aila, who sent them both on their way. She simply wanted to be alone with him, to say good-bye to our adorable little Pippo.

Eventually, she wrapped him in her coat and headed in the direction of the vet’s office. Neira, good as ever, followed along. They met an older woman with two little kids who wanted to help. The passerby had told them about Pippo’s accident. The woman brought along an orange plastic children’s wheelbarrow. They laid Pippo in it. The wheelbarrow was so low that only the young boy could push it. And so they made their way through town, a small, sad but somehow fitting procession for Pippo.
The void he leaves behind is enormous. We miss him every minute of the day because he had always filled them all with his presence. We miss his soft coat, his wet little nose, his lively eyes.
We’ll probably get another small dog, again as a companion for Neira. But there will never be another Pippo.
Es waren uns nur zwei Jahre mit ihm vergönnt. In dieser Zeit wandelte er sich von einem Punk, der niemals hörte, was man ihm sagte, zu einem ganz tollen und meistens folgsamen Hund. Er war so stolz, ein guter Hund zu sein. Wenn er auf einer ausgewählten Strecke ohne Leine gehen durfte, stolzierte er.
Am Anfang seines Lebens mit uns, in seiner schwierigen Phase, nannten wir ihn auch gerne mal Pipposaurus Rex, Pippo McNulty (nach einem problematischen Polizisten in The Wire) und Pippo Groszny (Pippo der Schreckliche). Als er lernte, auf uns zu hören, wurde er Piepselchen, Mr. Piepesli, Pipperino, Pippilotti.

Wir liebten ihn sehr und werden immer an ihn denken.

Pippo aka, in the beginning: Pipposaurus Rex, Pippo McNulty (after The Wire’s troublemaking cop) and Pippo Groszny (the Terrible). But soon enough his nicknames grew more benign: The Peepster, Pipperino, Piepsli, Justy (as in Justin Peeper), El Chapo, Peepee, and Born Ready.
We called him The Straw That Stirs the Drink for his phlegmatic crew. He was with us two years and he had come so far in that time, from punk calf-biter to Dog of the Year. Our bad boy who turned out so very, very good. He’d found his home with us and once he knew that, he blossomed. He was so proud when he was allowed off the leash on selected routes. He strutted.

We loved him dearly and we still do.

Donnerstag, 3. März 2016

R.I.P. Mr. Piepsli

Heute ist unser lebenslustiger kleiner Pippo bei der Verfolgung eines Huhns ums Leben gekommen. Wir sind sehr, sehr traurig.

Today our fun-loving little Pippo has died in the pursuit of a chicken. We are very, very sad.
He was the straw that stirred the drink.