Wie die Wasserratte schon 1908 zum Maulwurf sagte: "Glaub mir, mein junger Freund, es gibt nichts, absolut gar nichts auf der ganzen Welt, das auch nur halb so viel wert wäre, wie einfach mit Booten herumzubummeln … Ob du dich davonmachst oder ob du es bleiben lässt; ob du dein Ziel erreichst oder ob du ganz woanders ankommst oder niemals irgendwo, beschäftigt bist du immer und etwas Besonderes tust du nie."


Aus "Der Wind in den Weiden", von Kenneth Grahame.


As the Water Rat said to the Mole already in 1908, "Believe me, my young friend, there is nothing – absolutely nothing – half so much worth doing as simply messing about in boats …Whether you get away, or whether you don't; whether you arrive at your destination or whether you reach somewhere else, or whether you never get anywhere at all, you're always busy, and you never do anything in particular."


From "The Wind in the Willows," by Kenneth Grahame.


Dienstag, 23. September 2014

Kurztrip
Short shot


Wir verlassen Monnickendam in Richtung Marken, einer Insel einige Kilometer von der Küste entfernt. Die Reise dauert nur etwa eine halbe Stunde; aber für uns ist eine Fahrt über offenes Gewässer immer noch ein Abenteuer.

We left Monnickendam this morning, making the half-hour hop to Marken, a former island now linked to the mainland by causeway. We need to be in Amsterdam end of week and we thought we'd first check out this quiet port. It offers good walking and we're still within easy reach of A'dam.


Blick zurück auf Monnickendam; sieht auch aus der Entfernung gut aus.

Monnickendam looks good in our rearview mirror.


Marken liegt in der Gouwzee, die zum Markermeer gehört, das wiederum Teil des IJsselmeers ist, heute aber durch einen Deich von diesem getrennt … Früher war das alles und noch viel mehr - das Gooimeer, das IJmeer, das Drontermeer u.a. - die Zuiderzee. Übrigens ist im Niederländischen die 'zee' ein Meer, während 'het meer' 'die See' bedeutet.

Ahead, the broad, very shallow waters of the Gouwzee, which leads to the much bigger IJsselmeer, a mecca for sailboats.


Markermeer und IJsselmeer sind Segler-Mekkas. Weit draussen sichten wir einen Dreimaster unter vollen Segeln.

While our cruise was short, we still find open water, as opposed to canals or rivers, a bit of a thrill.


Die Plan B im Hafen von Marken. Hier werden wir die nächsten zwei Nächte verbringen, bevor wir uns auf den Weg zurück nach Amsterdam machen.

Soon enough we were tied up our mooring.


In der Zwischenzeit werden wir Marken erkunden und natürlich darüber berichten.

We're looking forward to exploring Marken before returning to busy Amsterdam.

Montag, 22. September 2014

Hafenbericht Gemeentehaven Monnickendam
Marina review Gemeentehaven Monnickendam


Lage:
Monnickendam ist ein kleines Städtchen mit vier Häfen, in denen über 2500 Schiffe liegen. Wir haben den Gemeentehaven gewählt und unmittelbar bei der Lange Brug beim Havenkantoor angelegt. Hier liegt man mitten in der Stadt, unmittelbar neben den alten Segelschiffen, die an den Wochenenden Touristen hinaus aufs Markermeer tragen. Gegenüber befinden sich Cafés, Restaurants und auch die Toiletten und Duschen. Es gibt um die Ecke einen Bäcker und einen Metzger sowie etwa 10 Gehminuten entfernt einen Deen-Supermarkt.
Der Gemeentehaven zieht sich den Grachten entlang, sehr schön ist auch der Binnenhaven auf der anderen Seite der Lange Brug.
Hundespaziergänge kann man am Bollwerk unternehmen, das sich der Stadt entlang zieht, auf dem endlosen Deich oder im Hemmerland-Park.

Anlage: Ein Hafenwifi gibt es nicht, aber die Cafés haben Netzwerke. Wasser ist am Steiger erhältlich und in den Hafengebühren inbegriffen. Elektrizität: dito. Sanitäre Anlagen - die Benutzung der sehr sauberen Toiletten kostet € 0.50, eine Dusche à 4 Minuten € 1.50. Achtung: theoretisch kann man die Dusche für maximal 2 Minuten unterbrechen, um so Zeit zu gewinnen; es ist jedoch wiederholt passiert, dass wir danach gar kein Wasser mehr hatten. Waschmaschine gibt es keine; doch am Kalversteeg 1 gibt es eine Wasserette, wo man für rund € 11 seine Wäsche waschen, trocknen und falten lassen kann.

Bemerkungen:
Monnickendam ist ein Touristenort, in dem aber immer noch auch gelebt wird. Malerisch, aber nicht steril. Zumindest jetzt im September, ist es abends erstaunlich ruhig. Hier im Hafen zu liegen, versetzt einen in der Zeit um hundert Jahre zurück. Unbedingt einen Besuch wert.


Location:
There are four harbors in M'dam; we chose the Gemeente (town) harbor, right at the hub of the old town. Other harbors may offer more/better facilities but we were surrounded by old ships and steps from everything the town has to offer. Dogs do well here. The typical, we've learned, band of green that once held the city walls is a short stroll, and a km further there's a very large dog-friendly nature reserve with beach!

Facilities:
No network in the harbor but there many connected cafes. Water on the pier, included in the mooring fee. Electricity, ditto. The visit on the toilet costs 50 cents. Unusual but since the facilities are accessible to the public, not in an enclosed harbor area, we guess it makes sense. And they are clean. Showering is a towering €1.50, allegedly for six minutes but since the water ain't hot for the first minute or more, that's purely a theoretical measure. No hot water at the sinks adds to the showering stress. Try washing your hair and body and shaving in under five minutes and you'll see what we mean. There is no do-it-yourself-laundry here but a service at Kalversteeg 1 washes, dries and folds for the heady sum of €11 a load.

Comments:
Monnickendam feels happily lost in the past. It sits on the shore of the Marker Lake, a prelude to Holland's great inland sea, the IJsselmeer, in the aptly named district Waterland. It's 20 km from Amsterdam but about a century away in feeling. It used to be an important fishing harbor but today it lives — discreetly and well — from boating and tourism. It's home harbor to about 2600 boats and has a large fleet of majestic old sailing ships that are regularly booked by groups from the Netherlands and beyond. Monnickendam was fun. The many old ships are thrilling to look at; the town itself is charming. Recommended.

Sonntag, 21. September 2014

Monnickendam


Monnickendam ist ein malerisches kleines Städtchen etwa 20 Kilometer von Amsterdam entfernt. Dennoch fühlt es sich an, wie in einer anderen Welt - oder besser: in einer anderen Zeit.

Monnickendam seems suspended in a bubble, where other laws of time apply. It may be only 20 km from Amsterdam but it feels utterly removed from anything modern. Maybe it's the many small, functioning lift bridges. Surely the fleet of hundred-year-old one-, two- and even three-masted sailing ships bend our perceptions.


Früher war Monnickendam ein Fischerort, spezialisiert auf Aal aus der Zuiderzee, der hier auch geräucht wurde. Mit der Eindeichung der Zuiderzee nahm der Fischbestand in den 1930er-Jahren ab, und die Fischer mit ihnen.

See what we mean? They used to live from eel fishing here.


In den 1950er-Jahren erfolgte die Rettung durch das Aufkommen des Massentourismus. So dreht sich denn auch heute noch alles um Schiffe in Monnickendam. Im Gemeindehafen liegen einige sehr schöne, alte Klipper, Tjalken und Botter, die grösstenteils gechartert werden können.

Today, it's all about boats. The beautiful old clippers are used almost exclusively for tourist outings.


In den vier Monnickendamer Häfen liegen etwa 2600 Boote. Eines davon war in der letzten Woche die Plan B, links im Bild.

Here's Plan B's berth for the past five days, right at the heart of the old town.


Das ist De Speeltoren, das Spieltor. Der Glockenturm im italienischen Stil spielt zu jeder vollen und halben Stunde bezaubernde kleine Melodien.

The Speeltoren bell tower, built in Italianate style. We can't figure out what they're playing most of the time, and their sense of time is decidedly un-Swiss, but it's a lovely tower in any case.


Monnickendam heisst 'der Mönchsdamm', denn es war eine Schar Benediktiner, die hier im 14. Jahrhundert einen Damm errichtet haben. Die Grosse Kirche aus dem 16. Jahrhundert steht mittlerweile ziemlich schief da.

The name Monnickendam can be translated as Monks' Dam, for a crew of Benedictine friars built a dam here in the 14th century. This wall of the Great Church, Grote Kerk, built in the 16th century, is leaning drunkenly but stands firm.


Die luftigen weissen Ziehbrücken sind ein Markenzeichen der Stadt.

The light, white drawbridges are everywhere.


Irgendein Garten, durch das Gartentor fotografiert. Haben wir schon erwähnt, dass in den Niederlanden fast jedes Haus einen eigenen Garten hat?

Through a garden gate. The Dutch have a nice hand with these things. Not too orderly but richly varied.


Monnickendam ist so pittoresk, dass hier an Samstagen gern geheiratet wird.

The Long Bridge, Lange Brug, where we're moored, is a popular photo op for newlyweds.


Viele der Paare posieren auf der Lange Brug, gerade vor unserer Haustür, sozusagen.

Another fairy tale couple.


Einblick in den jüdischen Friedhof, der diskret hinter einer hohen Mauer verborgen liegt. Viele der Gräber stammen aus den 1940er-Jahren.

Discreetly hidden by a remnant of the old city wall, the Jewish cemetery, with many stones from the 1940s. Yes, here, too.


Diese Tafel an der Kerkstraat 32 erzählt von den fünf glücklichen Juden, die hier versteckt wurden und so den den Zweiten Weltkrieg überlebten.

This tablet marks the house at Kerkstraat 32, where five lucky Jews were hidden from the Wehrmacht and survived.


Der etwas andere Türgriff.

Now that's an inviting door handle.

 


Viele der alten Häuser tragen unter dem Dachgiebel eine Tafel, die von der Geschichte des Hauses oder seiner Bewohner erzählt.

Many houses sport gable stones that tell something about their history.


Touristen können diese Segelschiffe für Tagestouren mieten. Diese Tjalk hat auf der Seite das typische Schwert, das in tiefem Wasser zur Stabilisierung heruntergelassen werden kann. In flachem Wasser wird es hochgezogen.

These old sailing boats are so graceful. They are quite broad but very shallow in form. That big paddle-like thing in the middle of the ship is a daggerboard that can be lowered when the water is deep enough.


Diesen Dreimaster haben wir weit draussen auf dem Gouwzee unter vollen Segeln gesehen, von nahem aber leider nur unter Motor.

A breathtaking silhouette.


Ein anderes Haus, eine andere Geschichte.

Another house with a story.


Diese Jungs waren schon am frühen Morgen auf ihrem Boot unterwegs, das genauso aussieht wie das Schiff auf der Wandtafel.

These three guys were underway early on their old tug, laughing and shambling about as they set off in the morning drizzle.


Der Binnenhafen von Monnickendam bei Nacht, dezent beleuchtet.

One particular charm of Monnickendam: they have minimized commercial lighting at night. This is a view over the community marina. There are restaurants, etc. along the far side of the canal but they do not vie for attention with bright signs. Nice touch, Monnickendam.

Freitag, 19. September 2014

Vogel an Bord
Bird onboard


Auch während den Bootsferien wollen Tierhalter ihre Lieblinge dabei haben. Dafür investieren sie Zeit und Mühe und opfern auch viel Platz. Dieser Sittich in seinem Käfig braucht einen ganzen Tisch; dafür geniesst er aber auch eine schöne Aussicht.

And why not bring your favorite tweeter onboard?

Donnerstag, 18. September 2014

Bye-bye Greti


Heute ist Gretis letzter Ferientag. Auf den Weg zum Bus nach Amsterdam, wo sie sich in den Zug nach Basel setzen wird, erleben wir diese typisch holländische Szene: Pippo versucht, den freundlichen Spaziergänger ganz rechts ins Bein zu beissen, was dieser sehr amüsant findet, ebenso wie der Herr auf dem Fahrrad links im Bild.

Niece and Aunt leading the dogs to the Amsterdam bus.


Gleich darauf werden wir von einem jungen Mann angesprochen, der beobachtet, wie Roy Fotos von seiner Crew macht. Ob wir ein Foto mit uns dreien haben möchten? Er werde uns gerne fotografieren, wenn wir möchten. Das nette Angebot schlagen wir natürlich nicht aus, und hier ist das Resultat.

All of a sudden a guy walking in the other direction said something to us, in Dutch. Uhh, English, please? 'Shall I take a picture of the three of you?' Just another friendly gesture. No doubt, this might happen anywhere but the sheer repeated pleasantness of the people here is seriously eroding our misogyny.


Dann steigt Greti in den Bus.

Aila accompanied Greti to the station in Amsterdam, a mere 20 minutes by bus from Monnickendam. Damn, took us a bit longer by boat.


In Amsterdam angekommen, haben wir noch etwas Zeit, um Mitbringsel zu kaufen: Mayonnaise und Hagelslag, ein typischer holländischer Butterbrotbelag. Da werden sich die Beschenkten zu Hause sicher freuen!

Bye bye Greti; es war schön, dass du uns besucht hast. Bis zum nächsten Mal!
Greti loaded up on some Dutch goodies before boarding the train. It was a fine visit, with great weather. Good trip home, Greti!

Mittwoch, 17. September 2014

Hunde-Wellness
Dog day spa


Einem Tipp des Hafenmeisters folgend, machen wir uns heute auf den Weg zu einem wunderschönen, ausgedehnten Park, wo sich die Vierbeiner wieder einmal austoben können.

The harbormaster was right: dog heaven is less than a kilometer away. A big, broad stretch of green for exploring.


Greti und ich schnappen Erinnerungsfotos. Die Aussicht ...

Aila and Greti snapped away.


... ist beeindruckend: etwa 2600 Boote liegen im Hafen von Monnickendam.

Monnickendam is home to around 2600 boats, a lot in a town of just nine-and-a-half thousand people.


Nach Hause zurückgekehrt, macht sich Greti an einen lang gehegten Plan. Wir müssen ihr unsere Hundebürsten vorlegen, denn als gelernte Hundepflegerin will sie Neira und Pippo einmal richtig durchbürsten. Unsere Auswahl befriedigt sie allerdings nicht. Deshalb machen wir uns auf den Weg zum Zoofachgeschäft auf, wo wir neue Kämme und Bürsten erstehen. Unsere bisherigen Haupt-Arbeitsgeräte, die beiden Bürsten mit den Holzgriffen, werden ausgemustert.

After our walk, Aila and Greti went to the local pet store. This photo shows our dog-grooming kit, with a few new additions from Greti, who recommended we ditch the brushes with the wooden handles and keep the rest.


Greti erklärt die Verwendung der einzelnen Bürsten.

She then explained how each brush should be used.


Dann macht sie sich ans Werk.

And then she demonstrated, first on Neira.


Neira macht es ihr leicht, denn sie ist ein kluger Hund der weiss, dass man manche Dinge einfach über sich ergehen lassen muss.

As might be expected, Neira patiently endured the treatment, even liked it, as old dead hair was whisked away. 


Das Resultat kann sich denn auch sehen lassen. Ein bisschen Trimmen rund um die Augen, das lässt Neiras seelenvollen Hundeblick noch besser zur Geltung kommen.

A little trim around the soulful eyes and her inner beauty's exposed, no? 


Dann kommt Mr. Pippo dran.

Then came the Punkster, oops, Peepster.


Er ist am Rücken etwas verfilzt und findet die ganze Prozedur gar nicht lustig. Die Bürste, wie wir bisher für ihn benützt haben, war wohl wirklich nicht die richtige. Der neue Doppelkamm fördert eine Menge verknotetes, totes Haar zutage.

She began with an especially evil tool she bought for us today, one that penetrated below the top level of his hair and revealed a lot of knotted old dead stuff waiting for removal. We were amazed what came off the old boy.


Schliesslich gelingt es Greti, auch den Kleinen richtig schön zu machen.

A final light combing as a finishing touch.


Das Resultat ... na ja. Hier ist Pippo eine halbe Stunde später, nach dem Essen mit einem Leckerchen.

A quick trim around the eyes and there he is, Mr Elegant. Thanks, Greti!

Am Markermeer
Hobbit zone Waterland


Ausfahrt aus dem Amsterdamer Sixhaven mit Greti im Ausguck.

Leaving Sixhaven, with Greti on lookout.


Roy am Steuer.

Me at the helm while Pippo checks the water supply on the bridge.


Wir wählen den gleichen Weg aus Amsterdam heraus, auf dem wir schon hineingekommen sind. In der Willemsluis sind wir das einzige Boot.

Aunt and niece manage the Willems Canal like pros.


Der Nordhollandschkanal ist ruhig wie immer und lässt der Crew Zeit, die Leinen mal wieder schön auszulegen.

Greti shows off her rope art during the quiet passage.


Danach ruhen die Damen aus ...

Work done, she relaxes and enjoys the scenery.


... und geniessen die Aussicht ...

Aila forever, I say.


... während Roy schuftet.

I keep both hands on the wheel.


Um nach Monnickendam zu gelangen, verlassen wir den Nordhollandschkanal nach ein paar Kilometern und biegen in die liebliche Trekvaart Het Schouw ein.

To get to Monnickendam, we leave the quiet Nordhollandsch Canal for the even quieter, narrower, shallower and more picturesque Trekvaart Het Schouw through the region known as Waterland, a time-bending zone, it appears, where everything moves sloooower, including us.


Allerdings werden die Ufer der Trekvaart dieses Jahr erneuert. Wir treffen deshalb auf Hindernisse.

We soon encountered the first maintenance crew. We slowed and in due course we moved through.


Diese Baustelle ist zweiteilig. Hier haben wir die erste Bauinsel bereits passiert - ganz knapp sind wir zwischen der Insel und dem Ufer vorbeigeschlüpft.

Then we came upon another work crew. We had to slip on the left past the barge holding the backhoe.


An der zweiten Bauinsel kommen wir jedoch nicht vorbei. Das Boot, das da gerade festmacht, ist erheblich kleiner und schmaler als die Plan B, und wagt es dennoch nicht, sich vorbeizudrücken. Wir müssen warten, bis die Bauarbeiter die Insel aus dem Weg räumen. Doch die sind gerade beim Mittagessen.

The workers from the first barge walked past us, telling us they liked the name of our boat. They then boarded the barge ahead of us and proceeded to have lunch, neatly boxing us between the two barges. We allowed a somewhat narrower boat to pass us and see if they could get by the barge and they decided to tie up to the thing and talk to the crew.


Also heisst es: warten.

All this took time, of course, and we each rested in our own way.


Als wir endlich an der Baustelle vorbei sind, gelangen wir an die erste der beiden Schleusen vor Monnickendam. Wir machen fest und warten. Und warten. Und warten. Normalerweise öffnen diese Schleusen von selbst. Aber hier - nichts. Schliesslich rufen wir eine Nummer an, die wir im Niederlande-Almanach finden, und erfahren, dass wir für eine Öffnung den Knopf drücken müssen, der sich gleich beim Schleusentor befindet.

The next delay: We came upon this lock, called the number listed in the all-knowing Wateralmanack and spoke something like English with the guy who picked up, but obviously we misunderstood each other perfectly. We waited and nothing happened. We called again and finally got the idea. The button to open the lock was on the wall right next to the door. We inched up to it and the lock opened soon thereafter. Oh well. Who's hurrying?


Tatsächlich öffnet sich die Schleuse gleich darauf. Man lebt und lernt.

We are ready to 'go with the flow,' if it flows at all, that is....


Die zweite Schleuse öffnet dann - wie üblich - von selbst, als wir ankommen. Roy ist etwas besorgt, als das Wasser zu steigen beginnt: sind wir etwa zu hoch für diese Schleuse?

We passed under the bridge at the other end of the lock with me hunched at the helm.


Doch wir passen durch und fahren gleich danach in den Hafen von Monnickendam ein - da sichtet Greti schon die nächste Gefahr.

Greti looked ahead toward Monnickendam.


Während wir nämlich nach einem Hafenplatz Ausschau halten, schleicht sich dieses riesige Segelschiff heimlich, still und leise von hinten an uns ran. Also nichts wie weg!

As we entered the harbor area this big old sailboat came up rather swiftly on our port side (left, people, left) and we observed the courtesy appropriate for such situations, namely we got the hell out of the way!


Schliesslich legen wir an diesem schönen Plätzchen an, gleich beim Hafenbüro und den Bänkchen, auf denen die Touristen den Ausblick auf das Markermeer geniessen.

There was a snug but ample mooring right outside the harbor office and we decided to stay right there.


Am Abend erlauben wir uns den Luxus, auswärts essen zu gehen. Es ist ein lauer Abend, das Essen schmeckt ausgezeichnet, und wir haben viel erlebt und gelernt heute!

Evening came and we strolled through Monnickendam's several streets in search of eats. There were choices enough but we ended up back on the harbor at a tapas place that turned out to be excellent. Here, Aila claims to be full after sampling the tortilla while Greti finishes off the sardines. Note the short sleeves. Not bad for Holland in mid-Septemer. PS: Aila ordered a crema Catalan for dessert so it seems she was only selectively full, ha-ha.